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Low-Budget-Foto-Untergrund und "Stativ"

Ich hab schon immer gerne Fotografiert. Meine erste Spiegelreflex-Kamera habe ich mir mit Anfang 20 für einen Urlaub gekauft. Ich wollte richtig tolle Fotos machen. Damals hatte ich mit dem ganzen Digitalem noch nichts am Hut und extra eine Kamera gewählt, die mit richtigem Film lief. Ich fand es toll, in den Fotoladen um die Ecke zu gehen und meine Bilder entwickeln zu lassen. Ich hatte die fertigen Bilder gerne in der Hand, bewahrte sie in Kisten auf oder klebte sie in Alben und auf Kollagen oder Kalendern. Die Vorstellung meine Bilder nur auf einer virtuellen Ebene zu "besitzen" fand ich komisch. 

 

Heute, 15 Jahre nach meiner ersten Spiegelreflex-Kamera ist das anders. Die Zeit ist schnelllebiger geworden. Wir tragen ständig eine recht gute Kamera mit uns herum und können jeder Zeit Fotos machen, sie bearbeiten, einen Filter drüber legen und in ein digitales Fotoalbum hochladen, dass von anderen bewundert und beliked werden kann. 

 

Diese Sozialen Netzwerke, mit denen wir uns so einfach und schnell mit anderen verbinden und austauschen können waren nie so richtig meins. Lange Zeit habe ich mich dagegen gesträubt mir dort ein Konto anzulegen und Fotos reinzustellen. Das kam erst durch diesen Hobby-Blog. Irgendwie gehört das dann dazu, möchte ich ja schließlich, dass die ganzen tollen Dinge, die ich mir hier zu Recht bastle auch gesehen werden. 

 

Ich bin immer wieder fasziniert von so vielen Profilen, die dort so wunderschöne Fotos posten. Ein schönes, einheitliches Social-Media-Profil mit tollen Fotos und schöne Fotos für den Blog sind allerdings meist mit ziemlich viel Arbeit verbunden. Oft werden sie nicht einfach so zwischendurch geknipst sondern benötigen einiges an Planung. Hinzu kommen Ausrüstungsgegenstände, Beleuchtung, Hintergrund...

 

Im letzten Jahr hatte ich mir eine Digitalkamera mit Stativ gekauft, vor ein par Wochen ein kleines recht einfaches Fotostudio für zu Hause. Ich habe mir vorgenommen mir mehr Zeit für gute Fotos zu nehmen und Dinge, die ich selbst gemacht habe besser in Szene zu setzen.

 

Für manche Bilder würde ich allerdings noch weitere Ausrüstung benötigen. Vor allem für Fotos, die gerade von Oben fotografiert werden, reichte meine Fotoausrüstung nicht aus. Etwas Neues dafür kaufen geht ja immer, allerdings hatte ich schon ziemlich viel Geld in dieses Hobby gesteckt und wollte nicht noch mehr investieren. Ich wollte es mir einfach machen und mal kein Geld für einen Foto-Untergrund und ein "Überkopf-Stativ" ausgeben, also habe ich lange darüber nachgedacht, wie ich so etwas selber basteln oder bauen kann.

Materialien sind nie ein Problem

Genügend Materialien zur Hand zu haben ist in diesem Haushalt nie ein Problem. Komme ich mit meinem Holz-Vorrat nicht mehr weiter, frage ich meinen Schwiegervater oder wühle mich einfach selbst durch den Holzfundus in seiner Werkstatt. Hier bin ich am Ende doch immer fündig geworden. Auch Schrauben und Beschläge, Werkzeuge und Lacke sind kein Problem. Irgendwo liegt immer etwas rum, was ich noch gebrauchen kann.

Mir war schnell klar, dass ich aus den Kiefernholzbrettern, die in einer Ecke des Flures versteckt standen, ein schöner Untergrund zusammengeleimt werden kann. Und weil ich weiß sehr gerne mag und auch noch weißen Acryllack hatte habe ich das Brett ganz zart mit verdünntem Lack lasiert. So kann die schöne Holzmaserung noch ein wenig durch scheinen. 

 

Der Untergrund war also ganz schnell gezaubert. Juhu!

 

Über die Halterung meiner Kamera, damit ich mit ihr schöne Fotos gerade von oben machen konnte, musste ich ein wenig länger nach denken...

Klar war: Ich brauche ein Brett mit Loch

Klar war ziemlich schnell: Ich brauche ein Brett mit einem großen Loch in der Mitte, groß genug, damit das Objektiv der Kamera durchpasst. Da ich keine Forstner-Bohrer besitze landete ich wieder mal in Schwiegervaddis Werkstatt. 

 

Damit ich diese Vorrichtung auch platzsparend zusammenklappen konnte Schraubte ich an die Unterseite mittels Scharnieren einfach ein paar Beine aus Holzleisten. Die Holzleisten hatte ich vor einiger Zeit im Baumarkt gekauft. Sie haben eine länge von 90cm was perfekt für den Abstand zwischen Kamera und Untergrund ist.

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Und schon steht schönen Fotos nichts mehr im Weg. 

 

Tatsächlich ist dieses stelzenartige Stativ stabiler als es aussieht. 

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Das mit dem Licht und Schatten werde ich noch ein wenig üben müssen. Man lernt ja zum Glück nie aus. Die richtige Ausrüstung zum Üben habe ich ja nun schon mal zusammen. 

Alles Liebe

Eure Suse