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Herbstauftakt

 

Bald geht es wieder los: Regen, grauer Himmel, aber auch wunderbar bunte Bäume, die, wenn sich die Sonne dann mal blicken lässt, wie Edelsteine im Licht funkeln. Nach einem Gewitter wird es jetzt nicht mehr sommerlich-blumig durften sondern eher nach erdigem Waldboden, aber so viele wunderbare Früchte sind jetzt bereit zum Ernten. Äpfel, Pflaumen, Birnen, Quitten sind lecker wie auch vielseitig. Ich freue mich vor allem auf die vielen tollen Kohlsorten, die jetzt bald geerntet werden können und auf den Kürbis!

Muskatkürbis, Butternusskürbis, Spaghettikürbis, Bischofsmütze und der sicherlich allseits bekannte Hokkaidokürbis sind nur einige wenige der über 100 existierenden Kürbissorten.

Das Kürbis lecker ist wissen bestimmt viele, dass er auch noch sehr gesund ist, weil er viele Mineralstoffe, wie Kalium, Eisen und Beta Carotin enthält, bei verhältnismäßig wenigen Kalorien, besteht er doch zu knapp 90% aus Wasser, wird manchmal vielleicht vergessen.

Kürbis macht also schön, denn Beta Carotin wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt, das Haut und Haar Vitamin! Das Kürbis dabei gar nicht langweilig ist zeigen die tausenden Rezepte, welche die geläufigen Internetsuchmaschinen ausspucken. Von süßem Kuchen über Suppe hin zu Curry und Risotto macht Kürbis auch eingelegt oder als Auflauf eine schmackhafte Figur.

 

Weil ich Kürbis geschmacklich sehr liebe und seine Wandelbarkeit sehr schätze kommt er bei mir im Herbst natürlich nicht zu kurz. Gestern gab es bei uns aus einem halben Hokkaido eine phänomenale Suppe und heute stehe ich in der Küche und backe ein herzhaftes Vollkornkürbisbrot. Das liebe ich einfach. Diese Orange Farbe leuchtet einem schon morgens vom Brett entgegen, kann es was Schöneres geben?

 

Kürbisbrot

 

Für eine Kastenkuchenform benötigt man:

 

500g Hokkaidokürbis

500g Vollkornmehl

90g Butter oder Kokosöl (dann wäre das Brot vegan)

2 Teelöffel Salz

1 Esslöffel Honig (oder Agavendicksaft = vegan)

1 Würfel frische Hefe

 

 

Den Kürbis habe entkernt und danach kleingeschnitten (die Schale kann man mitessen) in einem Topf mit sehr wenig Wasser weich gekocht. Dies geht je nach Größe der Stücke recht schnell. Die Kürbisstücke habe ich dann gut abtropfen und abkühlen lassen.

 

Hokaidokürbis

 

Der lauwarme Kürbis wird nun mit der Butter und dem Salz mit einem Passierstab fein püriert. Anschließend habe ich die Hefe klein gebröckelt und mit dem Honig unter die Kürbismasse gegeben. Bei diesem Schritt ist wirklich wichtig, dass die Kürbismasse nur noch lauwarm ist, sonst verbrennt die Hefe und das Brot wird alles andere als locker-fluffig. Nach 15 Minuten, die Hefe sollte schon ein paar Bläschen geschlagen haben, wird die Kürbismasse unter das Vollkornmehl geknetet.

Nun ist der Brotteig fertig für seinen Gärprozess. Hierbei ist nicht Wärme der entscheidende Faktor, sondern Zeit! Ein Hefeteig geht auch im Kühlschrank auf, wenn er dort nur genug Zeit hat. Man kann den Brötchenteig für das Frühstück am Abend vorher vorbereiten und einfach im Kühlschrank zwischen parken bis Frühstückszeit ist.

Nach ein bis zwei Stunden bei Zimmertemperatur sollte sich der Hefeteig fast verdoppelt haben, dann ist er bereit für den Ofen.

Meine Kastenkuchenform fette ich mit Butter oder Kokosöl (vegane Variante) ein und streue sie danach mit geriebenen Mandeln aus, da ich schon so manches Mal ziemliche Probleme hatte mein Brot aus der Form zu bekommen.

 

Und nun kommt mein schöner zartoranger Teig hinzu, den ich vorher nochmal ordentlich durchgeknetet habe. Ich habe ihn gleichmäßig in der Form verteilt und mittig ca. einen Zentimeter tief eingeschnitten. 

 

 

Das Brot stelle ich zum Backen bei mittlerer Schiene auf den Gitterrost, darunter steht eine kleine feuerfeste Form mit Wasser gefüllt. Nun wird auch erst der Ofen angestellt und zwar auf 200°C bei Ober-und Unterhitze und das Brot 60 Minuten gebacken.

Hier müsst ihr aber ein bisschen ausprobieren, denn jeder Ofen ist anders. Sollte das Brot zu dunkel werden, könnt ihr es mit Alufolie abdecken und auch die „Stäbchenprobe“ kann nicht schaden. Klebt an einem, in das Brot gestochene Schaschlikspieß, noch Teig, braucht es noch ein bisschen länger.

 

Wenn das Brot fertig gebacken ist stürze ich es zum Abkühlen auf ein Kuchengitter.

Jetzt kann man es endlich verputzen.

Ich mag es am liebsten mit Butter und etwas Honig oder Marmelade.

 

Guten Appetit…

Wir sehen uns zum nächsten herbstlichen Rezept.

 

Eure Suse

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